Nachhaltige Energieerzeugung mittels Solaranlage am Lagerhallendach

(Praktikantenbericht)

Auf den Dächern von Südmetall befindet sich eine Photovoltaikanlage, die der Stromgewinnung dient. Photovoltaikanlagen nutzen die Energie der Sonne und sind somit neben Wind- und Wasserkraftwerken eine der drei „sauberen“ Ressourcen, um umweltschonenden Strom zu produzieren. Näheres zur Stromgewinnung durch Solarenergie im Allgemeinen sowie zur Photovoltaikanlage bei Südmetall im Speziellen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Technische Hintergrundinfos:

Bei Photovoltaikanlagen werden einige spezielle Eigenschaften von Metallen ausgenutzt. Als erstes sollte man wissen, dass es „sich bewegende“ Elektronen sind, die unseren Strom bilden. Bei Silizium beispielsweise – dem Metall das am häufigsten für moderne Photovoltaikanlagen verwendet wird – findet man keine freien Elektronen, die den Strom weiterleiten können. Es handelt sich also um einen sehr schlechten Leiter. Um nun Strom erzeugen zu können, werden zwei aneinander liegende Platten gebildet in denen jeweils einige Siliziumteilchen durch andere Atome mit unterschiedlichen Elektronenzahlen ersetzt werden. Eine Platte besitzt danach überschüssige Elektronen, die andere hat zu wenig.

Trifft nun Sonnenlicht auf die obere Platte mit überschüssigen Elektronen, absorbiert diese bestimmte Lichtfrequenzen und das Licht gibt seine Energie in Form von Photonen (daher ‚Photo‘voltaik) an das Metall ab. Das führt dazu, dass die überschüssigen Elektronen die Möglichkeit bekommen sich zu lösen und zu bewegen. Durch den Elektronenmangel in der unteren Platte beginnen diese nach unten zu wandern und sorgen so für einen Ladungsunterschied. Dieser bildet den uns bekannten Strom im Energienetz.

Solarenergie bei Südmetall

So viel zur technischen Funktionsweise, kommen wir nun zurück zur Anlage von Südmetall. Das Unternehmen Alpenwatt GmbH errichtete Anfang des Jahres 2018 die Photovoltaikanlage auf dem Dach der ersten Lagerhalle von Südmetall in Ainring. Aufgrund der sonnigen Lage der Firma, kann über die Photovoltaikanlage an wolkenlosen Tagen jede Menge Strom gewonnen werden. Diesen kann Südmetall dann bei Bedarf von der Alpenwatt GmbH beziehen. Da sich die Bürozeiten meist mit den Sonnenstunden überschneiden, besteht so die Möglichkeit, einen Großteil des Stromverbrauchs über die Sonnenenergie zu decken.

Die Anlage, die über eine Fläche von ca. 4000m2 installiert ist, besitzt eine maximale Leistung von 240,96kWp (Kilowatt peak = Höchstleistung). Dieser Wert ist sehr technisch und wird beeinflusst von der Temperatur der Photovoltaikmodule, der Anzahl der Sonnenstunden pro Tag, der Sauberkeit der Luft, der Stärke der Sonneneinstrahlung, der Verschattung der Module, der Verschmutzung, der Ausrichtung der Module sowie des Steigungswinkels, in dem sie angebracht werden.

Es gibt also viel zu beachten, wenn man sich entscheidet solch eine Anlage zu betreiben. Als Faustregel kann festgehalten werden, dass man pro kWp im Jahr mit 900kWh Leistung rechnen kann. Damit ist die Anlage bei Südmetall in der Lage, jährlich bis zu 216.864kWh Strom zu produzieren. Zum Vergleich: Ein 4-Personenhaushalt verbraucht etwa 3500-4500kWh Strom pro Jahr. Diese enorme Menge an Energie wird auch von einem großen Unternehmen wie Südmetall nur schwerlich aufgebraucht, wodurch die Photovoltaikanlage auch das umliegende Gebiet mit sauberem Ökostrom versorgen kann.

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Nähere Informationen zum Betreiber unserer Photovoltaikanlage Alpenwatt GmbH finden Sie hier: http://www.alpenwatt.de/


 

Ein Beitrag von: Markus Gschwentner

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Energieversorgung bei Südmetall: Ressourcenschonende Wärmeerzeugung mit Hackschnitzeln

(Praktikantenbericht)

Südmetall ist ein Unternehmen mit allerlei Maschinen und vielen Mitarbeitern. Um den Alltag bewältigen zu können, werden große Mengen an Energie benötigt. Das Unternehmen möchte hier einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit setzen und versucht, das Firmengelände möglichst ökologisch zu betreiben und zu nutzen. Aus diesem Grund hat man sich in der Vergangenheit über nachhaltige Möglichkeiten zur Energieversorgung informiert und bereits zwei Projekte verwirklicht: Zum einen wird die leerstehende Dachfläche der Lagerhalle von Photovoltaikanlagen bedeckt, die sauberen Strom produzieren. Zum anderen bringt eine Hackschnitzelheizung Wärme in Büro und Lager.

Die Hackschnitzel von Südmetall bestehen aus Holzresten, die mit scharfen Werkzeugen zerschnitten wurden, um sie kompakter lagern und trocknen zu können. Zu diesen Holzresten zählen z.B. Äste, Waldrestholz oder Schnittreste, für die es anderwärtig keine geeignete Verwendung mehr gibt. Beim Kauf bietet es sich an, die Hackschnitzel möglichst lokal zu beziehen, um die Umweltbelastung durch den Transport auf ein Minimum zu beschränken.

Im Falle von Südmetall kommen die fertigen Hackschnitzel vom Landwirt Ehepaar Heiß, welches ihren Unternehmensstandort gerade einmal eine Fahrstunde weit weg besitzt. Diese wiederum kaufen die Holzreste beim nur knapp 40 Fahrminuten entfernten Sägewerk „Holzwerk Obermeier“.

hackschnitzelanlage

Um die Hackschnitzel möglichst Energie- und Umwelteffizient zu machen, ist deren Trocknung sehr wichtig. Die Trocknung der Hackschnitzel wird von den Landwirten Heiß auf ressourcenschonende Art und Weise durchgeführt: Das Ehepaar Heiß betreibt nämlich eine Biogasanlage, welches als Nebenprodukt Abwärme produziert. Diese Abwärme wird dazu genutzt, die Feuchtigkeit des Holzes von 50% auf 15% zu reduzieren, was eine spätere ökologische Verbrennung begünstigt.

Bei Südmetall angekommen, werden die Hackschnitzel eingelagert um später die Hackschnitzelanlage zu versorgen. Die Anlage selbst funktioniert dabei vollautomatisch: Die Hackschnitzel werden in die Brennkammer befördert, wo sie durch einen automatischen Zündvorgang entzündet werden. Dabei verbrennen die Hackschnitzel durch die von der Anlage gesteuerte Sauerstoffversorgung fast vollständig. Die dadurch entstehende Wärme erhitzt das die Brennkammer umgebende Wasser, welches wiederum die Räumlichkeiten des Unternehmens erwärmt.

Durch die vollautomatische Funktionsweise der Anlage wird gewährleistet, dass die Hackschnitzel so emissionsarm wie möglich verbrannt werden. Holz an sich ist ein sehr umweltschonender Energielieferant, da im Falle einer vollständigen Verbrennung nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie der Baum für sein Wachstum aufgenommen hat. Um eine vollständige Verbrennung zu erreichen, sollte das Holz möglichst trocken und in möglichst viele kleine Stücke geteilt sein – genau die Ansprüche die von unseren Hackschnitzeln bei Südmetall erfüllt werden.


Nähere Infos zu unseren Hackschnitzeln erhalten Sie direkt von der Firma HEIß=ENERGIE

Kontaktdaten:

Tobias Heiß / Altenöd 1 / 83530 Schnaitsee
Tel.: 08628/319 – Mobil: 0179/1242810


Ein Beitrag von: Markus Gschwentner